09.04.2009
200 Kinder im Landkreis Göppingen werden kommendes Jahr eingeschult, deren Familien von Arbeitslosengeld II leben.
Die Zahl der Kinder unter 15 Jahren, die von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II (ALG II) leben müssen, steigt weiter und ist jetzt schon unakzeptabel hoch. Im Landkreis Göppingen werden zum nächsten Schuljahr ca. 200 Kinder eingeschult, die diese Leistungen der Existenzsicherung beziehen.
Die Kinder müssen die Chance haben, den Ansprüchen, die die Schulen stellen, materiell gerecht werden zu können. Die Materiallisten, die die Schulen zur Einschulung herausgeben, sind meist lang und die Anschaffung der geforderten Materialien teuer, erst recht, wenn sie denn gut sein sollen. Es ist dringend notwendig, dass entsprechende Bedarfe über ALG II bzw. Sozialhilfe finanziert werden. Unsere gemeinsame Aktion möchte dafür werben.
Grundgedanke der Konzeption ist, dass den Familien Zugang zu qualitativ guten, neuwertigen Schulsachen ermöglicht wird. Neben der konkreten Hilfe für die Kinder und ihrer Eltern möchten wir mit dieser Aktion für dringenden politischen Handlungsbedarf in diesem Bereich werben.
"Wir können die Fehler der Politik nicht dauerhaft durch spenden ausgleichen, sagt Ákos Csernai-Weimer KAB Sekretär."
Eine erste Wirkung zeigt die Einführung von 100,- für Schulkinder die ALG II bekommen.
Zielsetzung:
Die KAB (die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Bezirk Hohenstaufen), die beiden Wohlfahrtsverbände im Landkreis Göppingen der evangelischen und der katholischen Kirche, Diakonie und Caritas, sowie das netzwerk arbeitSwelt des katholischen Dekanats Göppingen-Geislingen wollen durch eine Solidaritätsaktion Familien mit Schulanfängern gute Schulranzen sowie Mäppchen mit der entsprechenden Erstausstattung zur Verfügung stellen. Den Eltern soll qualitativ hochwertiges und neues Standardmaterial angeboten werden, um Diskriminierung entgegenzuwirken und auch den Kindern eine echte Freude zu bereiten:
Entstehung der Aktionsidee:
In Arbeitskreis Junge Familien der KAB wurde nach einer ausführlichen Informations- und Diskusionsrunde über die weitere Verarmung von Familien überlegt wie Familien und deren Kinder am Besten vor Ort geholfen werden kann. Dort wurde in Ansätzen diese Idee überlegt und in Göppingen wurde Beispielhaft mit den Partnern diese Idee bis zu Umsetzung weiter entwickelt.
Flyer zur Aktion "Schulstart ohne Not"
(pdf 1MB)